{"id":28,"date":"2015-11-03T01:01:58","date_gmt":"2015-11-02T23:01:58","guid":{"rendered":"https:\/\/landshutimwandel.wordpress.com\/?page_id=28"},"modified":"2015-11-03T01:01:58","modified_gmt":"2015-11-02T23:01:58","slug":"laden-im-wandel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mschluttenhofer.de\/laiwand\/laden-im-wandel\/","title":{"rendered":"Laden im Wandel"},"content":{"rendered":"<h3>Konzept des \u201eLaden im Wandel\u201c der B\u00fcrgerinitiative Landshut im Wandel e.V.<\/h3>\n<h6>(1) Die Transition Town Bewegung<\/h6>\n<p>Die Transition Town Bewegung besch\u00e4ftigt sich damit wie St\u00e4dte und Gemeinden nachhaltiger wirtschaften und leben k\u00f6nnen. Ziel dabei ist es nicht nur die Umwelt zu sch\u00fctzen und Ressourcen zu sparen, sondern auch unabh\u00e4ngiger von fossilen Brennstoffen zu werden. Die Bewegung m\u00f6chte den Erhalt und das Gedeihen unseres Gemeinwesens, die Widerstandsf\u00e4higkeit und die lokale Autonomie von Gemeinden st\u00e4rken. Dies soll passieren durch Handlungen, die aus der Basis der Gesellschaft kommen.<\/p>\n<p>Die Bewegung entwickelte sich 2006 in England und verbreitete sich auf allen Kontinenten. Besondere Merkmale der Bewegung sind die Praxisorientierung, die Dezentralisierung und die Vernetzung.<\/p>\n<p>Die Zahl der eingetragenen Initiativen betr\u00e4gt heute gut 1200. Genauere Informationen k\u00f6nnen unter der Internetseite <a href=\"http:\/\/www.transitionnetwork.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.transitionnetwork.org<\/a> eingeholt werden. Die deutschsprachige Seite tr\u00e4gt den Namen <a href=\"http:\/\/www.transition-initiativen.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.transition-initiativen.de<\/a>.<\/p>\n<h6>(2) Der Landshut im Wandel e.V.<\/h6>\n<p>Der Verein Landshut im Wandel e.V. sieht sich selbst als offenes Gef\u00fcge von B\u00fcrgern, in welchem man auch ohne Vereinszugeh\u00f6rigkeit mitwirken kann. Daher wird h\u00e4ufig eher das Wort \u201eInitiative\u201c gew\u00e4hlt, da dieses die Offenheit und Aktivit\u00e4t des Vereines besser beschreiben kann.<\/p>\n<p>Die offizielle Gr\u00fcndung des Vereines, sowie die darauf folgende Eintragung ins Vereinsregister fanden im Sommer 2014 statt.<\/p>\n<p>Bei der Jahreshauptversammlung am 24.07.2025 wurde die Aufl\u00f6sung des Landshut im Wandel e.V. beschlossen.<\/p>\n<h6>(3) Umsonstladen Landshut<\/h6>\n<p>Die Idee eines Umsonstladens basiert auf dem Ansatz, dass es f\u00fcr die Umwelt, f\u00fcr unsere Gesellschaft, unsere Mitmenschen und f\u00fcr uns selbst besser sei unseren Konsum anders zu leben als momentan.<\/p>\n<p>So soll es in einem Umsonstladen m\u00f6glich sein, Dinge, die man selbst nichtmehr nutzt, anderen zur Verf\u00fcgung zu stellen, die diese weiterhin verwenden wollen. Zu diesen Dingen geh\u00f6ren beispielsweise Kleidung, B\u00fccher, Haushalts- oder Elektroger\u00e4te, sofern diese funktionst\u00fcchtig sind, und andere Gebrauchsgegenst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Geplant ist au\u00dferdem ein Fair Teiler (<a href=\"http:\/\/www.foodsharing.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.foodsharing.de<\/a>), ein K\u00fchlschrank in den nicht mehr ben\u00f6tigte Lebensmittel hineingelegt werden k\u00f6nnen, um sie so anderen Menschen zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p><strong>Nutzen f\u00fcr die Umwelt:<\/strong><br \/>\nDieser ver\u00e4nderte Denkansatz kann sich auf den Schutz unserer Umwelt positiv auswirken, da es zu einem eingeschr\u00e4nkten Kauf von neuen Waren kommt. Die Herstellung aller Waren bedarf einer Produktion, die einen hohen Verbrauch an Energie und Rohstoffen voraussetzt. Der sparsame Umgang damit wird immer wichtiger. Gebrauchte Waren zu tauschen, zu leihen oder zu verschenken kann Ressourcen sparen. So soll es die Natur des Menschen sein, zu nehmen, was er braucht, und den Rest f\u00fcr seine Umwelt zu lassen.<\/p>\n<p><strong>Nutzen f\u00fcr die Gesellschaft:<\/strong><br \/>\nBen\u00f6tigte Waren werden meist \u00fcber L\u00e4den, H\u00e4ndler oder Internetshops bezogen. Eine Kultur des Schenken unter Leuten, die einander nicht kennen, existiert kaum. In Onlineportalen oder Umsonstl\u00e4den werden erste Ans\u00e4tze gegen diesen Missstand eingeleitet. So machen Menschen hier die Erfahrung, dass sie ihre Bed\u00fcrfnisse nicht nur \u00fcber Geld befriedigen k\u00f6nnen, sondern es auch Alternativen dazu gibt.<br \/>\nDas Vertrauen zu fassen, in einer Gruppe zu leben, die den Einzelnen sch\u00fctzt und unterst\u00fctzt, ist eine wichtige und heilsame Erfahrung f\u00fcr uns Menschen und kann dazu f\u00fchren viele soziale Probleme zu l\u00f6sen. Die Gesellschaft kann hierdurch weicher und vertrauensvoller werden. Menschen, die einander vertrauen, sind dazu in der Lage sich gemeinschaftlich zu verhalten und Probleme gemeinsam schneller und effizienter zu l\u00f6sen. Ihnen f\u00e4llt es leichter aufeinander zuzugehen und sie sind k\u00f6rperlich und geistig ges\u00fcnder.<\/p>\n<p><strong>Nutzen f\u00fcr unsere Mitmenschen:<\/strong><br \/>\nAuch in wohlhabenden L\u00e4ndern wie Deutschland sind viele Menschen von Existenz\u00e4ngsten geplagt. Ein Umsonstladen kann dazu beitragen, dass sozial schwachen Menschen eine Entlastung wiederfahren kann, indem sie Gebrauchsg\u00fcter erhalten ohne einen finanziellen Gegenwert erbringen zu m\u00fcssen.<br \/>\nBeschenkt zu werden kann au\u00dferdem helfen die Angst vor dem Besitzlossein zu lindern und daran zu erinnern, dass nicht das Besitzen sondern das Benutzen von Dingen notwendig ist. Dies kann uns von der starken Konzentration auf materiellen Wohlstand entlasten. Wir k\u00f6nnen die emotionale und die tats\u00e4chliche Unabh\u00e4ngigkeit von wirtschaftlichen Fl\u00fcssen wiedererlangen.<br \/>\nSo wird eine Definition der Pers\u00f6nlichkeit \u00fcber den Besitz bestimmter Waren oder Geldes oder sogar das Anh\u00e4ufen dessen, als sch\u00e4dlich f\u00fcr das Wohl der Menschen und als Hauptursache f\u00fcr Armut erachtet.<\/p>\n<p><strong>Nutzen f\u00fcr uns selbst:<\/strong><br \/>\nGegenst\u00e4nde anzuh\u00e4ufen wird in der Gesellschaft zusehends als Belastung betrachtet. Minimalismus und andere \u00e4hnliche Lebensformen finden immer st\u00e4rkeren Anklang. Nicht nur ist es f\u00fcr viele Menschen r\u00e4umlich immer schwieriger dem Platzbedarf der sich stapelnden G\u00fcter gerecht zu werden, auch ist es oft zeitlich nicht mehr m\u00f6glich entsprechende Gegenst\u00e4nde \u00fcberhaupt zu benutzen oder zu pflegen. Auch der finanzielle Aufwand zum Erhalt, zur Lagerung und letztendlich zur Neuanschaffung der vielen G\u00fcter ist oft zu gro\u00df. Ein Entr\u00fcmpeln ist f\u00fcr viele eine M\u00f6glichkeit sich freizumachen und Lebensraum, Lebenszeit und Lebensqualit\u00e4t zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n<h6>(4) Kritik am kapitalistischen System<\/h6>\n<p>Das Wirtschaftssystem, wie wir es heute kennen, hat zuweilen mit Krisen auf verschiedenen Ebenen zu k\u00e4mpfen und stellt sich immer mehr als instabil heraus. Es kann aus verschiedenen Sichtweisen kritisiert werden. Ein Umsonstladen bildet keinen Ersatz zu dem System, in dem wir leben. Aber er bildet eine Alternative dazu und kann auf Verbesserungen, die n\u00f6tig sind, hinweisen.<\/p>\n<p><strong>Ungerechte Verteilung von Gewinn:<\/strong><br \/>\nDer Zusammenschluss von Mitarbeitern zu einem Unternehmen und die Zusammenf\u00fchrung deren vielf\u00e4ltiger Qualifikationen hat einen hohen Gewinn zur Folge. Die Erwirtschaftung dieses Gewinnes sollte jedoch nicht nur einer bestimmten Personengruppe zu Gute kommen. F\u00fcr Firmen sollte es in Zukunft selbstverst\u00e4ndlich sein sich an den Bed\u00fcrfnissen der Gesellschaft zu orientieren, da diese die Basis ihrer Wertsch\u00f6pfung bildet.<\/p>\n<p><strong>Ausbeutung von Menschen und der Umwelt:<\/strong><br \/>\nEntscheidungen, die das Unternehmen betreffen, werden meist von oben getroffen. Ferner sind Unternehmen h\u00e4ufig durch den Druck des Wettbewerbs darauf angewiesen m\u00f6glichst billig und effizient zu produzieren. Dies f\u00fchrt meistens zum Auslagern von Produktion ins Ausland oder zum Import von G\u00fctern. Hier wird leider fast immer auf Kosten der entsprechenden Exportl\u00e4nder gewirtschaftet. Mensch und Natur werden ausgebeutet und Menschenrechte verletzt. Die Distanz zwischen Produzent und Konsument macht es schwer sich dieser Ungerechtigkeiten bewusst zu werden. In lokalen Unternehmen kann dies vermieden werden.<\/p>\n<p><strong>Unn\u00f6tige Verschwendung von Ressourcen:<\/strong><br \/>\nUm den Kapitalzufluss einer Firma aufrechtzuerhalten, werden Produkte meist unter dem Anspruch gefertigt nur eine bestimmte Lebensdauer zu erreichen. Dies st\u00e4rkt das Wirtschaftswachstum, sichert Arbeitspl\u00e4tze und sorgt f\u00fcr die Sicherung der Zukunft des Unternehmens. Leider geht es gleichzeitig zu Lasten der Umwelt, da ein unn\u00f6tiger Verbrauch von Ressourcen entsteht. Doch auch bereits w\u00e4hrend der Produktion oder dem Handel wird oft mehr Energie in Anspruch genommen, als erforderlich w\u00e4re. Nachhaltige Unternehmen setzen auf eine lange Lebensdauer ihrer Produkte und auf eine hohe Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Weitere Ausf\u00fchrungen lassen sich\u00a0 beispielsweise unter\u00a0<a href=\"http:\/\/postwachstumsoekonomie.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/postwachstumsoekonomie.org<\/a><a href=\"http:\/\/postwachstumsoekonomie.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">\u00a0<\/span><\/u><\/a>finden.<\/p>\n<h6>(5) Nebennutzung der Ladenr\u00e4ume<\/h6>\n<p>Die Betreuung einer Ladenfl\u00e4che, der Einsatz von ehrenamtlichen Helfern, der finanzielle Aufwand und die Organisation dessen bieten eine Vielfalt an M\u00f6glichkeiten einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Es bietet sich an in einem Laden, der es von den R\u00e4umlichkeiten her erlaubt, auch andere Projekte zu realisieren. Hierbei geht es um W\u00fcnsche und Ideen der B\u00fcrger. Das Angebot an Kursen, Veranstaltungen oder Projekten soll kostenlos sein.<\/p>\n<p>Die folgende Auflistung enth\u00e4lt lediglich Anregungen. Das tats\u00e4chliche Angebot wird sich im Laufe des Projektes ergeben:<\/p>\n<ul>\n<li>Kurse f\u00fcr Kinder, z.B. Hausaufgabenbetreuung<\/li>\n<li>Fl\u00fcchtlingsarbeit, Integration<\/li>\n<li>Kunst und Kultur<\/li>\n<li>Yoga und Spiritualit\u00e4t<\/li>\n<li>Reskilling (Wiedererlangen von F\u00e4higkeiten)<\/li>\n<li>Offene Diskussionsabende<\/li>\n<li>Filmabende<\/li>\n<li>K\u00fcche f\u00fcr alle (K\u00fcFA)<\/li>\n<li>Kleidertauschparties<\/li>\n<li>Projekte zum Thema Urban Gardening<\/li>\n<li>Recycling<\/li>\n<\/ul>\n<h6>(8)F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten<\/h6>\n<p>Da die Transition Town Initiative keine Einnahmen hat, muss die Finanzierung \u00fcber Dritte gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>Haupts\u00e4chlich wird das Projekt von einem flexiblen Kreis an privaten F\u00f6rderern getragen werden. Diese k\u00f6nnen durch einen Beitrag von mindestens f\u00fcnf Euro monatlich als Unterst\u00fctzer wirken.<\/p>\n<p>Auch k\u00f6nnen sich Firmen, Restaurants und L\u00e4den aus der Landshuter Umgebung mit Spenden beteiligen, sofern deren Leitlinien mit denen der Transition Town Initiative vereinbar sind.<\/p>\n<p>Ferner ist eine Spendenkasse im Laden geplant, mit welcher man auch ohne Angabe von Daten und direkt einen Beitrag zur Ladenmiete t\u00e4tigen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzept des \u201eLaden im Wandel\u201c der B\u00fcrgerinitiative Landshut im Wandel e.V. (1) Die Transition Town Bewegung Die Transition Town Bewegung besch\u00e4ftigt sich damit wie St\u00e4dte und Gemeinden nachhaltiger wirtschaften und leben k\u00f6nnen. Ziel dabei ist es nicht nur die Umwelt zu sch\u00fctzen und Ressourcen zu sparen, sondern auch unabh\u00e4ngiger von fossilen Brennstoffen zu werden. 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