Schauen wir gemeinsam auf das Jahr 2015 zurück, wird klar: wir sind umgeben von Krisen. Sowohl in Wirtschaft, Politik und Finanzwelt, als auch in der Natur kommt es zu mehr und mehr Katastrophen und Leid. Die Folgen des Klimawandels werden deutlicher spürbar und bringen Überschwemmungen, Trockenzeiten und andere Konsequenzen, die es für viele Menschen unmöglich machen an ihren Heimatorten zu leben und zu überleben. Die steigende Erderwärmung, die hauptsächlich von reichen Ländern wie Deutschland verursacht wird, ist auch ein Grund dafür warum Menschen fliehen müssen.
Am Klimagipfel in Paris wurde zwischen 190 Ländern ein Klimavertrag beschlossen, doch wie wirksam wird dieser umgesetzt werden? Auch der Papst Franziskus äußerte sich in seiner Enzyklika „Laudatio Si“ zu der Zerstörung unseres Lebensraumes Erde klar.
Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber, der u.a. den Papst und Angela Merkel berät, gründete 1992 das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Sein aktuelles Buch „Selbstverbrennung – Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff“ wird von vielen als das Lebenswerk des 65- Jährigen benannt. Er und andere Forscher weisen seit Jahrzehnten auf bevorstehende Wetterextreme hin.
Dass sich etwas ändern muss wird immer klarer. Jedoch weiß niemand wie diese Veränderungen umzusetzen sind und wo sie uns hinbringen werden. Gegenüber den „Großen“ wie Unternehmen und Staaten fühlen wir uns machtlos. Zu klein und zu unwichtig scheint das, was wir ausrichten könnten. Viele bleiben stecken in dieser Ohnmacht und hören auf, Wege aus der Krise zu suchen. Wie verständlich.
Andere schaffen es sich gegenseitig zu ermuntern und ihre Umwelt positiv zu beeinflussen. So erschien pünktlich zur Vorbereitung auf den Klimagipfel COP21 die Website und das Buch „21 stories of transition“, das Geschichten von Menschen überall auf der Welt erzählt, die sich gemeinsam auf den Weg in eine neue, bessere Zukunft machen. „Etwas brillantes und historisches ist bereits im Gange und unsere Botschaft an die Obamas, Camerons und Merkels dieser Welt ist, dass es bereits ohne sie geschieht und sie es unterstützen und ermöglichen müssen, aber auch wenn sie nichts tun es weiter wachsen wird weil es die Zukunft ist.“ (Übersetztes Zitat Rob Hopkins, Transition Network, Oktober 2015)
Und was ist mit uns? Das Jahr geht zu Ende und wir können auch auf ein Jahr „Landshut im Wandel“ zurückschauen. Ein Jahr, in dem wir voneinander lernen konnten und zusammen viel Spaß hatten aber auch ernste Themen gelöst haben. Wir sind gewachsen als Menschen und als Gruppe und sind stolz auf unseren Weg. Auch 2016 steht unsere Tür immer offen für Menschen, die sich wie wir üben wollen in einem Leben miteinander und im Einklang mit unserem Lebensraum Erde. Als Verein möchten wir Begegnungen möglich machen und Ansprechpartner sein für alle, die auch Antworten suchen.
Wir hoffen zeigen zu dürfen, dass man gemeinsam Ohnmacht überwinden und etwas bewegen kann.
Gleichzeitig möchten wir Euch herzlich zu unserem ersten Treffen im neuen Jahr am 7. Januar 2016 um 19:30 Uhr ins Café International, Am Orbankai 3-4, einladen.
Einen guten Rutsch und ein Frohes Neues Jahr Wünscht Euch
die Transition Town Initiative Landshut im Wandel



